Transit Arena ist ein Label, unter dem die Künsterlin Isabella Branc unterschiedliche Arbeiten lanciert, die sich implizit der Thematik des Balkans nähern. In Videoarbeiten, Installationen mit akustischen Elementen und literarische Texten generiert Sie Bilder, deren Elemente häufig dem kulturellen Gedächtnis ihres Herkunftslandes Jugoslawien entnommen sind oder auf dieses referenzieren. Der folgende Text, der im Zusammenhang mit ihrer jüngsten Ausstellung im Messagesalon Downtown entstanden ist, begrüsst vom Schaufenster aus die Passanten an der Langstrasse in Zürich.
Jelisaveta Abramovic verkörpert ein alter ego, das genau um die 8 Jahre jünger ist, die die in Basel geborene Künstlerin in der Schweiz aufgewachsen ist. Was wäre wenn? Was wäre, wenn sie in ihrer Heimat aufgewachsen wäre und erst heute in die Schweiz käme, um eine Ausstellung zu machen?
-Begrüssungstext-
Ihre Arbeit beschäftigt sich zentral mit transitorischen Zuständen und deren Symptomen. Der Background, auf den sie referenziert, ist der Pathos und der mysthische Formenschatz ihres Herkunftslandes. Jugoslawien als politische Einheit ist ein historisches Produkt, und doch gibt es ein nationales Bewusstsein aus einer gewissen Gemeinsamkeit heraus, das nicht mehr an ein bestimmtes Territorium gebunden ist oder das man nach aussen verteidigen könnte. Das nationale Bewusstsein dieser Gegend befindet sich somit in einem Übergangszustand.
Isabella Branc befasst sich unter dem Label Transit Arena genau mit solchen Schwebezuständen im Allgemeinen. Sie befasst sich mit Migration, Krisenintervention und kultureller Identität im Wandel. Sie beschreibt dabei Symptome und beobachtet Merkmale, sie analysiert Entwicklungen in ihrer Eigenschaft, in keinem Zustand endgültig zu sein.
Claire Geyer -in Arbeit-